II. Sutta-Piṭaka

Die Sammlung der Lehrreden

Der lehrende Buddha. Relief aus Gandhāra, Museum für Ostasiatische
Kunst, Berlin

Die kurz nach dem Eingang ins Parinibbāna auf dem Ersten Konzil in Rājagaha zusammengestellten Texte der Ordensregeln und die der Lehrreden wurden viele Jahre lang mündlich weitergegeben – wie es in Indien üblich war. Über die Handelsrouten reisten auch Mönche und verbreiteten so diese Texte. Unter Kaiser Ashoka (304-232 v.u.Z.) gelangte mit dessem Sohn Mahinda, dann auch mit seiner Tochter Saṅghamitta die buddhistische Lehre samt Ordenstradition und einem Ableger vom Bodhi-Baum nach Sri Lanka (damals Tambapanni). Dort wurden die bis dahin auf Lanka tradierten Texte etwa 100 v.u.Z. im Kloster Aluvihāra auf Palmblätter geschrieben und konnten so bewahrt werden. Im Laufe der Jahre wurden dann weitere Texte hinzugefügt bzw. vorhandene wurden editiert und die heutige Einteilung des Sutta-Piṭaka in fünf Sammlungen entstand.